• Musikverein Stadtkapelle Baunach e.V.

Herzlich willkommen!

Auch wenn der Musikverein Stadtkapelle Baunach e.V. erst etwas mehr als 30 Jahre alt ist, gibt es seit über 130 Jahren Musiktradition in Baunach. Diese wollen wir weiter aufrecht halten und engagieren uns in verschiedenen Orchestern und in der Nachwuchsarbeit. Mehr als 180 Aktive und viele passive Mitglieder bescheren dem Musikverein Baunach ein lebendiges Vereinsleben.

Der Musikverein Stadtkapelle Baunach in Liberec

Botschafter Fränkischer Kultur und musikalischer Geselligkeit

Der Musikverein Stadtkapelle Baunach besuchte vom 17.-19. August 2018 die Big-O-Band in in ihrer Heimatstadt Libererc (ehemals Reichenberg) im Herzen Nordböhmens, bot neben zünftiger Marsch- und traditioneller Blasmusik auch schmissigen Swing und Pop dar und erlebte herzlichste Gastfreundschaft. - Denn Musik verbindet.

1. Tag

Erste praktische Reisevorbereitungen wurden bereits am Donnerstagabend, dem 16.8. getroffen, zumal nach einer gut einstündigen Ferien-Sonderprobe der geräumige Anhänger unseres Reisebusses von fleißigen Händen beladen wurde. Los ging es dann am frühen Freitagmorgen mit dem Verstauen des restlichen Gepäcks und der deftigen Brotzeit im Bus, was glücklicherweise so zügig vor sich ging, dass wir um kurz nach sechs aufbrechen konnten.

Zwar verzögerte sich unsere Ankunft wegen des hohen Verkehrsaufkommens um Dreseden herum um eine gute Stunde, unsere Geduld wurde aber reich belohnt, da uns unsere aufmerksamen und fürsorglichen Gastgeber an einem der signifikantesten Punkte der Region empfingen, nämlich am Gipfelparkplatz des Reichenberger Hausberges Ještědka, von wo aus uns ein zehnminütiger Fußmarsch zum Gipfel des 1012 Meter hohen Berges eine grandiose Fernsicht über die wunderschöne Gegend Nordböhmens bescherte. Übertroffen wurde die atemberaubende Aussicht nur noch von den selbst zubereiteten Spezialitäten, die uns unsere Gastgeber, der Bandleader Marek Ottl mit seiner Gemahlin sowie Saxophonistin Týna Hádková neben einem Willkommensgeschenk reichten.

Recht zügig checkten wir nach dieser delikaten Stärkung im unweit am Fuße des Berges gelegenen Hotel Petra ein um keine Stunde später mit Petra, der immer hilfsbereiten Managerin der Big-O-Band, zur Brauereibesichtigung nach Cvikov (ehedem böhmisch Zwickau) aufzubrechen. Im geschmackvoll restaurierten Brauhaus erfuhren wir nicht nur mehr über die böhmische Bier- und Braukultur, sondern tafelten auch exzellent im gut besuchten Restaurant der wiederbelebten Traditions-Brauerei und konnten dabei den süffigen Gerstensaft in allen seinen schmackhaften Varianten verkosten. Nicht allzu lange aber, denn um 18.30 fuhren wir weiter, immer kleiner und schmaler werdenden, sich durch die hügelige dicht bewaldete Landschaft windenden Straßen und Sträßchen folgend, zum Auftritt der Big’O’Band nach Kytlice, wo wir unbestritten den musikalischen Höhepunkt des Tages und weitere Gastfreundschaft in grundentspannter Atnosphäre erleben durften. Nach dem grandiosen Auftritt der Big-O-Band kurvten wir eine gute Stunde lang zurück durch die malerische Mittelgebirgslandschaft und lernten die Bedeutung der Redensart „Das sind böhmische Dörfer für mich“ etwas besser kennen. Während die meisten, müde von der langen Fahrt, den Abend im Wirtsgarten des Hotels gemütlich bei frischem böhmischen Bier ausklingen ließen, begleiteten einige Abenteuerlustige Petra ins Stadtzentrum und genossen mit ihr noch ein paar Stunden lang das Nachtleben von Liberec, bis die letzte Tram sie an der Pforte des Hotels absetzte.

2. Tag

Nachdem am Samstagmorgen das reichhaltige Frühstück, das uns das Hotel bot, eingenommen war, zogen wir unsere Trachten an und fuhren ins etwa eine Autostunde entfernt gelegene Klokočí, wo das Hauptorchester des Musikvereins die Ehre hatte, die Eröffnungsrunde des dortigen Musikfestivals zu spielen. Das taten wir auch in angemessener Form, indem wir uns nach dem Soundcheck auf der Bühne am Feuerwehrhaus des Ortes in Reih und Glied aufstellten, um Punkt zwei unter begeistertem Klatschen der Festivalbesucher durch den Ort zum Festplatz marschierten und dort sowohl zünftg als auch modern musizierten. Besten Dank an dieser Stelle sowohl den engagierten Musikern der Big-O-Band, die uns am Samstag und Sonntag im Saxophon- und Trompetensatz mit vollem Einsatz unterstützten, als auch den kompetenten Technikern am Mischpult.

Nach unserem gelungenen Auftritt besuchten einige die geologischen und historischen Wunder, die dieser reizvolle und naturmagische Ort zu bieten hat, nämlich die außergewöhnlichen Felsformationen, die so beschaffen sind, dass sie die Menschen vor vielen Jahren als wehrhafte Felsenstadt bewohnten. Andere genossen ausgiebig die kulinarischen Spezialitäten, die auf dem Fest zubereitet wurden – würziges Fleisch am Spieß, deftige Kartoffelpuffer und üppige Palatschinken... – böhmische Küche vom Feinsten eben, ehrlich und urpsünglich. Ausklingen ließ die Reisegruppe den sonnigen Sommertag im Gastgarten des Hotels.

3. Tag

Kaum war das ausgiebige Frühstück am Sonntagmorgen eingenommen, galt es schon wieder reisefertig zu sein, mussten doch um elf Uhr die Zimmer des Hotels geräumt sein. Wir traten aber noch nicht die Heimreise an, denn vor historischer Kulisse – und zwar vor der beeindruckenden Fassade des Rathauses von Liberec – sollte die Bigband des Musikvereins - Triple B - musizieren. Erfeulicherweise stellten und unsere Freunde von der Big-O-Band einen Teil ihrer Anlage und zwei Mischpult-Profis an die Seite, sodass wir mühelos den großen Rathausplatz beschallen konnten.

Um auf uns aufmerksam zu machen, fassten wir den spontanen Beschluss, alle Musikerinnen und Musiker abermals zu aktivieren und schlenderten mit unseren Instrumenten vom Ort des Geschehens zur übernächsten Trambahnstation, wo wir, auf die Bahn wartend, ein kleines Standkonzert gaben, das wir dann in der schaulenden Tram bis zur Haltestelle Rathausplatz fortsetzen. Vor dort aus marschierten wir – abermals in Formation – mit Marschmusik zum Rathaus, wo nun das Konzert der Big Band beginnen konnte. Bei strahlendem Sonnenschein spielten wir eine gute Stunde lang Swing und Pop-Klassiker und unterhielten die Leute auf dem Platz und in den nahe gelegenen Cafés. Besten Dank den Technikern der Big-O-Band, die uns professionell abmischten.

Zu guter Letzt speisten wir noch elegant mit einigen Vertretern der Big-O-Band im Jugendstilsaal des Grand Hotels, ehe es Abschied nehmen hieß, und wir nach gut sechsstündiger Fahrt wieder gegen 23.00 Uhr in Baunach ankamen – müde zwar, aber um viele viele grandiose Erfahrungen - und nicht zuletzt einige Freunde - reicher.

Bedanken möchten wir uns allen voran bei der herzlichen Gastfreundschaft unserer tschechischen Freunde der Big-O-Band, die durch ihre perfekte Organisation, stete Hilfsbereitschaft und bemerkenswerte Großzügigkeit maßgeblich zum Gelingen dieser ganz besonderen Fahrt ins benachbarte Ausland beigetragen haben.

Unser Dank gilt aber auch all den Vereinsmitgliedern, die durch ihren unermüdlichen organisatorischen Einsatz zum Gelingen der Reise beigetragen haben, sowie nicht zuletzt Michael Eichler, unserem souveränen Dolmetscher, und unserem geduldig-gelassenen Busfahrer, der uns stets sicher und mit einem Lächeln auf den Lippen durch die engsten Sträßchen und Kreisverkehre chauffierte.

Wir freuen uns schon heute auf ein Wiedersehen mit unseren Freunden aus Liberec, denn wir alle wissen ganz genau:

„Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.“ (G. Mahler)

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